Meine Gedanken
20.05.2025
DANKBARKEIT
Ich bin wohl das, was man im Fachjargon als resilient bezeichnen würde. Warum das dies so ist, kann ich nicht genau erklären. Vielleicht ist es meine Grundhaltung, das Leben einfach zu geniessen? Ich habe keine Lust, mich allzu lange mit Momenten im Leben zu beschäftigen, die mir nicht guttun. Ich möchte das schöne erleben, das schöne fühlen. Dieses Gefühl in meiner Brust fühlen; Zufriedenheit. Zufriedenheit erfüllt mich mit Glück, mit Sorglosigkeit, mit Lebenslust, mit Bescheidenheit, mir ist wohl und ich fühle mich ausgeglichen, ja, einfach zufrieden! Vielleicht bin ich naiv, vielleicht egoistisch, vielleicht aber auch überaus schlau: Ich beschäftige mich nicht mit Problemen, die ich nicht ändern kann und die mich nicht betreffen. Das hat nichts mit Empathielosigkeit zu tun. Ich bin betroffen von Schicksalsschlägen anderer. Ich trauere, bin schockiert, fühle mit. Aber das gehört nicht in meinen Rucksack, es ist nicht meine Füllung. Alles was passiert, passiert aus einem Grund. Nur mit dieser Einstellung kann ich mit all dem umgehen, was mir passiert, was in meiner Familie geschieht, in meinem Umfeld, in meiner Region, ja sogar auf der ganzen Welt. Auch wenn der Grund manchmal schwierig zu erfassen ist. Es muss einen Grund geben, sonst wäre das Leben zeitweise ein sehr grosses Ar***loch!
Das Leben ist kurz. Bei manchen viel zu kurz. Und keiner von uns weiss, wann es endet, was das letzte Stündlein schlagen wird. Und das ist die wichtigste Erkenntnis, die jeder von uns immer und zu jeder Zeit begleiten soll: Lebe jetzt! Halte Dich nicht auf mit Dingen, die geschehen sind. Sie sind vergangen und lassen sich nicht mehr ändern. Halte Dich nicht auf mit dem was morgen sein wird, warte nicht auf morgen, auf die nächste Woche, auf die Ferien oder auf den Zahltag.
Das Leben ist jetzt in diesem Moment. Jeder von uns weiss das. Wir haben es schon hundertmal gelesen, in schönen und weisen Sprüchen verpackt, wir haben es schon hundertmal gehört, eindringlich und bedeutend. Trotzdem ist es nicht einfach, dieses «hier und jetzt» umzusetzen. Der Alltag scheint uns doch fest in seinen Klauen zu haben. Und wir denken wieder an morgen, und Übermorgen, nächste Woche, an die Ferien, an den Zahltag.
Wie bleib ich im jetzt? Kann ich immer im jetzt bleiben? Es gibt so viele Verpflichtungen, die mich dazu zwingen, weiter in die Zukunft zu denken. Meine ToDo Liste auf der Arbeit? Was koche ich heute zu Mittag? Habe ich alle Zutaten hier, oder muss ich noch einkaufen gehen? Was machen wir am Wochenende, muss ich in einem Restaurant reservieren? Gerne an ein Konzert nächsten Monat- habe ich die Karten schon bestellt? Ferien im nächsten Jahr, profitiere ich vom Frühbucherrabatt? Es gibt eine schöne Sache, wenn ich an die Zukunft denke – Vorfreude! Ist die Vorfreude nicht eine der schönsten Freuden die es gibt? Verlasse ich mein jetzt, wenn ich voller Freude an die baldige oder ferne Zukunft denke? Im Grunde genommen ja, denn ich kann es kaum erwarten und die Zeit bis dahin geht langsam vorbei und kann bedeutungslos werden. Aber ich lebe jetzt, in dieser Sekunde. Es ist eine Kunst, das jetzt zu geniessen, ebenso wie die Freude auf ein bevorstehendes Ereignis. Freude! Ein wunderbares Gefühl! Ich kann das jeden Tag erleben, es kommt nur auf meine Einstellung zu den Dingen an. Ich freue mich, dass ich zufrieden bin. Freue mich, wenn meine Familie zufrieden ist. Freue mich, dass ich heute gesund bin! Ich freue mich, dass das Wetter heute so ist, wie es ist.
Gibt es heute keinen ersichtlichen Grund mich zu freuen, dann ändere ich meine Weise der Gedanken. Was könnte unschöner sein als das, wie es jetzt ist? Es kann immer schlimmer sein. Schlimmer geht immer! Also erfreue ich mich daran, dass es nicht so schlimm ist, wie es sein könnte. Und ich spüre, wie die Zufriedenheit in mir zurückkehrt. Ich labe mich an unerfreulichem, um zu erkennen, wie gut ich es habe. Und ich bin dankbar und demütig: Ich habe so ein Glück, da zu sein, wo ich jetzt bin. Und Du auch! Erkenne, was Dich glücklich macht. Was Dich erfreut. Was hast Du, was viele andere Menschen nicht haben? Ein Dach über dem Kopf. Essen und fliessendes Wasser, Strom. Ich weiss, für uns in der ersten Welt eine Selbstverständlichkeit und eigentlich Basic, das Minimum. Und trotzdem gibt mir der Gedanke daran ein Gefühl der Dankbarkeit und der Freude, dass ich hier bin, dass ich hier sein darf.
Alles Liebe
Denise
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Denise - 10:58:20 @ Allg | 129 Kommentare
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